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Praxis für Physiotherapie
Anke Wasserfuhr
Tel.: (0221) 86 66 65
Fax: (0221) 8 00 98 55


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Praxis für Physiotherapie

Anke Wasserfuhr


Rösrather Str. 449
51107 Köln
Tel.: (0221) 86 66 65
Fax: (0221) 8 00 98 55



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Gesundheitsnews



KiSS-Syndrom: Wenn der Winzling schreit und schreit…
Physiotherapeuten empfehlen, bei Kindern mit KiSS-Syndrom möglichst frühzeitig mit der Behandlung zu beginnen.

Frischgebackene Eltern geraten häufig an die eigenen Grenzen, wenn der Winzling nicht aufhören will zu schreien. Wenn die gestressten Eltern dann nach Ursachen suchen, stoßen sie dabei oft auch auf eine mögliche Störung mit dem Namen KiSS-Syndrom.

Der Begriff KiSS-Syndrom steht als Abkürzung für eine „Kopfgelenk-induzierte-Symmetrie-Störung“ bei Babys und Kleinkindern oder einfacher ausgedrückt: von schmerzhaften Verspannungen des oberen Halses ausgelöste Beschwerden bei diesen Kindern. Dabei handelt es sich nicht um eine Erkrankung im eigentlichen Sinne, sondern um eine Fehlstellung der Kopfgelenke (gebildet von den ersten zwei Wirbeln, die Atlas und Axis genannt werden).

Unterschiedliche Symptome können auf das KiSS-Syndrom hinweisen. Am häufigsten bemerken Eltern folgende Auffälligkeiten:

  • „Schiefhals“ mit einseitiger Einschränkung der Kopfbeweglichkeit (nur in eine Richtung schauen)
  • Vorwiegende Rumpffehlhaltung zu einer Seite (C-Skoliose)
  • Motorische Entwicklungsstörungen
  • Einseitige Abplattung des Hinterkopfes
  • Verweigerung der Bauchlage
  • Schluckstörungen und Stillprobleme
  • „Drei-Monatskoliken“
  • Nackenüberempfindlichkeit
  • Schreiattacken
  • Ein- und Durchschlafstörungen

Das KiSS-Syndrom kann entstehen, wenn starker Zug oder Druck auf den Kopf und die obere Halswirbelsäule des Kindes ausgeübt wird, was bei einer Geburt zwangsläufig passiert. Besonders betroffen sind daher vermutlich Babys, bei denen zur Geburt eine Saugglocke oder Zange eingesetzt wurde. Aber auch bei Kindern mit einer Geburt per Kaiserschnitt findet man Symmetrie-Störungen.

Der Physiotherapeut kann nach einer Diagnosestellung und gegebenenfalls Behandlung durch den Arzt mit der Therapie beginnen. Bestenfalls geschieht dies bereits im Säuglingsalter. „In der Praxis zeigt sich, dass für die betroffenen Kinder eine frühe Beseitigung der Funktionsstörungen – auch durch Physiotherapie – sehr wichtig ist“, erklärt Ute Repschläger, Physiotherapeutin und Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands selbstständiger Physiotherapeuten (IFK). „Andernfalls kann es passieren, dass die kleinen Patienten die Fehlstellung und Schmerzen kompensieren, wodurch es zu Beeinträchtigungen in der weiteren motorischen und kognitiven Entwicklung kommen kann.“ Häufig wird das KiSS-Syndrom jedoch erst diagnostiziert, wenn bereits Entwicklungsstörungen aufgetreten sind. Funktionsprüfungen sowie eine gezielte Röntgenuntersuchung bringen dann Klarheit über die zugrunde liegende Ursache.

Unbehandelt steigt das Risiko, dass betroffene Kinder später beispielsweise an Gleichgewichtsproblemen leiden. Äußern kann sich dies in vermehrtem Stolpern und/oder Problemen, auf einem Bein zu stehen. Hinzu kommen eventuelle Störungen in der Fein- und Grobmotorik sowie in der Koordination. So haben diese Kinder etwa Schwierigkeiten beim Führen eines Stifts oder können einfache Bewegungsaufgaben wie zum Beispiel den beliebten „Hampelmann“ nicht ausführen. Haltungs-, Konzentrations- und auch Verhaltensstörungen oder Kopfschmerzen können ebenfalls auftreten. „Die Kinder kommen zum Teil erst im Grundschulalter mit Entwicklungsstörungen zu uns in die Praxis. Umso wichtiger sind dann die exakte ärztliche Diagnose und weitergehende physiotherapeutische Behandlungen“, betont die erfahrene Physiotherapeutin.

Damit bestehende Probleme effektiv behandelt werden können, ist ein aktives Einbeziehen der Eltern in den therapeutischen Prozess unverzichtbar. Der Therapeut leitet im täglichen Umgang (Lagern, Wickeln, Halten etc.) mit dem Kind an und gibt Tipps für weitere Maßnahmen, mit denen die Eltern die Therapie auch zuhause aktiv unterstützen können. Die gemeinsame Aufgabe ist, (potenzielle) Entwicklungsverzögerungen frühzeitig zu erkennen und ihnen durch einen individuell ausgerichteten Behandlungsplan gezielt entgegenzuwirken. „Unser Ziel ist es, dass sich das Kind möglichst altersgerecht und ohne Beeinträchtigungen für das spätere Leben entwickeln kann“, sagt Repschläger.



Tag der Rückengesundheit 2021
Mit der Rückenschule 2.0 gegen das Kreuz mit dem Kreuz

Kein Bock auf Rücken? Dann aufgepasst! Am 15. März ist wieder Tag der Rückengesundheit und dieser läutet in diesem Jahr die erste digitale Themenwoche rund um die Rückengesundheit ein. Bei der Initiative des Bundesverbandes deutscher Rückenschulen (BdR) e.V. und der Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. dreht sich dieses Mal alles um die Rückenschule 2.0. Dabei handelt es sich um ein wissenschaftlich fundiertes, alltagsnahes Maßnahmenpaket zur ganzheitlichen Prävention und Linderung von Rückenschmerzen - in diesem Jahr corona-bedingt in passenden Formaten, ganz digital. Im Rahmen der Woche der Rückengesundheit (15.-19. März) stellen namhafte Experten Betroffenen und interessierten Laien an fünf Themenabenden in Live-Vorträgen und Workshops alltagstaugliche Tipps, lizenzierte Programme und Konzepte zur Rückengesundheit vor. Wer sich unter www.tdr.digital anmeldet, erhält während der Themenwoche regelmäßige Reminder sowie die tägliche Themenvorschau.

Laut einer Auswertung der Techniker Krankenkasse ging 2020 jeder 12. Tag von Krankschreibungen auf das Konto von Rückenleiden. In den meisten Fällen gibt es für Rückenbeschwerden keine klare Ursache. Häufig sind sie ein Zusammenspiel aus Bewegungsmangel, Stress, falscher Haltung und einer mangelhaften Ergonomie. Geschlossene Sportstätten, Fitness-Studios, Home-Office und Rückenschulen tun ihr Übriges, dass Rückengesundheit dieser Tage nur mit vermehrter Eigeninitiative möglich ist.

Genau hier setzt die Rückenschule 2.0 an, die in jedem Jahr mit neuem Motto daherkommt, unter dessen Dach die einzelnen Live-Vorträge und Workshops stehen. Außerdem können alle Beteiligten im Live-Chat und in Diskussionsrunden im direkten Austausch mit den Referenten ihre Fragen stellen. 2021 ist das Jahr, in dem Interessierte "Kein Bock auf Rücken" haben. "Die Rückenschule ist ein Maßnahmenpaket aus vielfältigen Lern- und Trainingseinheiten, das auf wissenschaftlichen Erkenntnissen aus Orthopädie, Sport- und Ernährungswissenschaften sowie Psychologie fußt", so Ulrich Kuhnt, Inhaber der Rückenschule Hannover und Vorstandsmitglied im Bundesverband deutscher Rückenschulen (BdR). "Damit wollen wir eine alltagsaugliche Anleitung zur Selbsthilfe für jedermann bieten. Es geht darum, für sich persönlich zu entdecken, was dem eigenen Rücken gut tut."

Gibt es bereits am 06. März einen ganztägigen Workshop für Experten vom Fach, so ist die Woche der Rückengesundheit ganz Betroffenen und Interessierten gewidmet. Die Woche beginnt mit dem Tag der Rückengesundheit am 15. März mit dem Themenbereich Ergonomie. An diesem Tag erläutert Detlef Detjen, Geschäftsführer der Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V., wie ergonomisches Sitzen und Liegen die Rückengesundheit beeinflusst. "In unserem Alltag sind wir von allerlei Dingen umgeben, die wir als selbstverständlich betrachten. Ob aber zum Beispiel der Bürostuhl in meinem Home-Office wirklich rückenfreundlich ist, darüber machen sich nach wie vor zu wenige Menschen Gedanken", erläutert Detjen und ergänzt, warum ihm der Tag der Rückengesundheit so wichtig ist: "Wir möchten Menschen zeigen wie sie ihr Umfeld, ihren Arbeitsplatz, ihr Zuhause so gestalten können, dass Rückenschmerzen vermieden werden. Dafür arbeiten wir gemeinsam mit Betroffenen, Ärzten und Therapeuten, Herstellern, Medizinischen Verbänden, Fachhändlern und vielen mehr daran, denn rückenfreundliche Alltagsgegenstände sind ein wichtiger Baustein der Therapie und Prävention. Zusammen mit dem BdR haben wir mit der digitalen Themenwoche zum Tag der Rückengesundheit eine zeitgemäße Plattform geschaffen."

Am Dienstag stehen Faszien im Fokus - und mit welchen Übungen man diese am besten fit hält erklärt der Physiotherapeut Günter Lehmann. Am dritten Tag widmen sich die Sportwissenschaftler Hendrik und Robin Schäfer von der Ruhr-Universität Wuppertal dem Thema sensomotorisches Training. Dabei erklären sie, wie sich die dafür wichtigen wirbelsäulennahen Muskeln durch entsprechende Übungen trainieren lassen. Am Donnerstag zeigt unter anderem die bekannte Gymnastiklehrerin Gabi Fastner mit ihrem Vortrag "Stabilität bringt Mobilität" Übungen für zuhause mit einem einfachen Ball. Zusätzlich zeigt die Sportphysiologin Barbara Klein wie sich jeder in 20 Minuten fit halten kann.

Zum Abschluss der Woche der Rückengesundheit erläutern die Rückenexpertinnen am Freitag, wie Psyche und Rücken in Verbindung stehen - und wie sich durch Yoga und Pilates Entspannung und Achtsamkeit trainieren lassen. "Viel zu oft stehen bei Rückenproblemen Medikamente und Operationen im Fokus", so Kuhnt. "Wir hingegen arbeiten ganzheitlich und ressourcenorientiert."

Die Themenwoche wird als Live-Videostream auf der Seite www.tdr.digital integriert und ist zusätzlich über YouTubeLive abrufbar. Sämtliche Vorträge werden hier für jedermann zugänglich auf öffentlichen Videoplattformen live übertragen. Parallel finden Chats mit den Experten statt, in denen persönliche Fragen gestellt werden können. Die Inhalte stehen auch nach der Themenwoche zum Tag der Rückengesundheit weiterhin im Internet zur Verfügung.

So sind Sie dabei!

Um Erinnerungen an die jeweiligen Termine zu erhalten, können Sie sich unter www.tdr.digital kostenfrei registrieren

So erhalten Sie zuverlässige Reminder und die Links zu den jeweiligen Live-Workshops. Wir sehen uns bei der Rückenschule 2.0!



Büro-Workout im Homeoffice beugt Mausarm vor
Aus die Maus: 3 Übungen für eine gesunde Hand

Regelmäßige Bewegung am häuslichen Computerarbeitsplatz hilft, die Hand gesund zu halten und einem Mausarm vorzubeugen. Orthopäden und Unfallchirurgen empfehlen deshalb allen Computerarbeitenden, regelmäßig zu pausieren und ihre Hand bewusst aktiv zu bewegen. Denn gerade das Arbeiten im Homeoffice führt zu einer besonderen Belastung der Hand, da der Arbeitsplatz meist nur provisorisch ausgestattet ist.

„Eine starke und schmerzfreie Hand braucht vielfältige Bewegung, gerade bei der Arbeit am Computer. Die Auswirkungen der stereotypen Bewegungen werden oft unterschätzt und erste Symptome nicht ernst genommen“, sagt Prof. Dr. Dieter C. Wirtz, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU).

Viele arbeiten seit Monaten im Homeoffice an provisorischen Arbeitsplätzen und plötzlich streikt der Arm: Jeder Klick mit der Computermaus verursacht Schmerzen. Sie sind Ausdruck einer ständig anhaltenden Belastung. Das sogenannte „Repetitive-Strain-Injury-Syndrom“ (RSI-Syndrom) bezeichnet verschiedene Beschwerden im Bereich der Arme und Hände. Auch der Rückenbereich sowie Nacken und Schulter sind manchmal betroffen. Treten die Schmerzen vorrangig im Unterarm auf, so spricht man vom Mausarm.

Der Mausarm entsteht durch langes Arbeiten mit der Computermaus oder Tastatur, was zu einer Überlastung führt. Immer gleiche sich wiederholende Bewegungen der Finger mit einseitiger Belastung in unnatürlicher Körperhaltung führen schließlich zu Schmerzen. Kommt dann noch Stress hinzu, verspannt sich die Hand weiter. „Im Homeoffice leidet nicht nur der Rücken, sondern wir beobachten auch eine Zunahme von Hand- und Armbeschwerden“, sagt Dr. Eva-Maria Baur, Präsidentin der selbstständigen DGOU-Sektion Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie (DGH).

Die Beschwerden äußern sich zuerst als leichtes Kribbeln bzw. Kraftverlust in Hand und Unterarm, anfangs nur zur spüren während der Arbeit mit der Computermaus und der Tastatur. Nach mehreren Monaten oder Jahren Computertätigkeit entwickeln sich Schmerzen, die trotz Entlastung anhalten und nur bei längeren Pausen, wie zum Beispiel Urlaub, abklingen. Später treten die Schmerzen auch in Ruhepausen und bei geringfügiger Belastung auf, z.B. wenn man eine Tasse Kaffee hält. Man spricht dann von chronischen Schmerzen. „Bei vielen Patienten liegt jedoch keine Entzündung vor, sondern durch die chronische Überlastung wird das Sehnengewebe degeneriert und die Kollagenfasern werden geschädigt. Bleibt dann zu wenig Zeit für die Regeneration, wird kein Kollagen zum Ausgleich nachgebildet. Mitunter kann es jedoch insbesondere im Bereich der Hand zu chronischen Entzündungen der Sehnen bzw. Sehnenscheiden kommen“, sagt Baur.

Um dem Mausarm vorzubeugen, sollten bei einem kleinen Büro-Workout zur Stärkung des Rückens auch Übungen für die Hand nicht fehlen. Eine stundenlange steife Haltung vor dem Bildschirm sollte hingegen vermieden werden.

Diese drei Handübungen sollten in Ihrem Homeoffice-Tag nicht fehlen • Hände schütteln:
Beim Schreiben mehrmals pro Stunde die Hände und/oder Arme ausschütteln.
• Hände dehnen:
Eine Faust machen, dabei den Daumen in die Faust nehmen. Kurz halten und die Hand dann wieder öffnen und Finger spreizen. Übung zehnmal wiederholen.
• Hände kreisen:
Kreisende Bewegungen mit der Hand machen, abwechselnd mit gespreizten Fingern und geballter Faust, dabei mehrfach die Richtung wechseln. Neben regelmäßiger Bewegung hilft ein ergonomischer Arbeitsplatz, einem Mausarm vorzubeugen. So sollte die Maus überprüft werden. Eine ergonomische Tastatur oder auch eine Handauflage vor der Tastatur können dafür sorgen, dass die Hand entlastet wird. Aber auch eine gute Sitzhaltung trägt zur Entlastung des Arms bei. Hilfreich ist ein Bürostuhl mit höhenverstellbaren Armlehnen. Gleichzeitig sollte auf die Höhe des Bildschirms geachtet werden, damit der Nacken- und Schulterbereich entspannt bleibt.

Im Homeoffice wird häufig am Laptop gearbeitet, was die schlechte Sitzhaltung noch verstärkt. Denn ist die Tastatur auf der richtigen Höhe, ist der Bildschirm zu niedrig oder aber der Bildschirm ist auf der richtigen Höhe, dann ist die Tastatur zu hoch. Bei länger andauernder Tätigkeit mit dem Laptop empfiehlt es sich deshalb, eine externe Tastatur und Maus zu verwenden. Der Laptop sollte dann für einen geraden Rücken erhöht positioniert werden. Noch besser ist die zusätzliche Verwendung eines extra Monitors.